Robert ist gefühlt schon „seit er laufen kann“ Bauer am Biobauernhof Hinterkühbichl im Ortsteil Schmalenbergham, direkt beim Saalfeldner Kühbühel. Übernommen hat er den Betrieb 2012 und führt den Erbhof als 12. Generation in nachgewiesener Besitzreihe seit 1618. Erste Erwähnungen des Hofes gibt es bereits im 13. Jahrhundert.

Der Hof
wird schon seit 1994 nach biologischen Kriterien bewirtschaftet. Robert und seine Frau Viktoria versuchen „Bio“ nicht nur für den Hof nach Richtlinien umzusetzen, sondern die Lebensweise nachhaltig zu gestalten. Gemeinsam mit ihren 3 Kindern, Alois (12), Johanna (10) und Magdalena (8), leben sie im alten Bauernhaus und ihnen ist besonders die gute Möglichkeit der Selbstversorgung am Bauernhof wichtig.

Neben den tierischen Schmankerln und den Milchprodukten werden noch Kartoffeln und viel Gemüse angebaut, Sauerkraut gestampft, Obst zu Saft und Marmelade eingekocht und eine Fülle an Kräuter getrocknet bzw. angesetzt. Viktoria ist ausgebildete TEH-Praktikerin.

Eigentlich
tummeln sich im Stall beim Hinterkühbichlhof um die 45 Stück Rinder. Schaut man jetzt im August da vorbei, findet man allerdings nur eine Handvoll ganz kleiner Kälber und sonst nichts. Sämtliches Jungvieh und auch aufgrund der saisonalen Abkalbungen (August bis Weihnachten) der Großteil der Milchkühe, genießen den Sommer auf der Alm in Leogang am Asitz. Das Almgebiet liegt auf einer Seehöhe von 900 bis 1.300 m und umfasst 25 ha, davon sind ca. 5 ha Wald. Hier liegt auch eine kleine aber feine Almhütte, die vermietet wird.

Züchterisches Augenmerk
wird auf die fitte und unkomplizierte Fleckenkuh mit ausgeglichenem Milch-Fleischverhältnis gelegt. Der Stalldurchschnitt beträgt 6.000 l. Die Kühe werden hauptsächlich mit hofeigenem Heu und Silo gefüttert, Kraftfutter wird in geringen Maßen zugekauft und die Milchkühe sind von April bis Oktober (ausgenommen Alpungszeit) auf der Weide. Außerdem gibt es noch Hennen mit stolzem Hahn, Wachteln, Hasen und Enten.

Bei der Arbeit tatkräftig unterstützt werden sie von Roberts Eltern. Besonders seine Mutter Klara kümmert sich um die Gäste am Hof und hilft im Stall, bei der Heuernte und natürlich in den vergangenen Jahren beim „Kindsn“. Roberts Vater geht außerdem noch einer außerlandwirtschaftlichen Tätigkeit nach.

BetriebsnameHinterkühbichlgut
FamilieRieder Robert (1978) und Viktoria (1981) mit Alois (2006), Johanna (2008) und Magdalena (2010)
Eltern Klara (1957) und Robert (1956)
Betriebsgröße48 ha mehrmädiges Grünland, Alm und Wald
BetriebMilch- und Zuchtbetrieb, (ca. 14 Milchkühe, 30 Stk. Jungvieh, Zuchtstier)
Kleintiere
Vermietung: Zimmer mit Frühstück, Appartement und Almhütte
KontaktFam. Rieder
Schmalenbergham 8, 5760 Saalfelden
www.bauernhof-saalfelden.at

5 aus 10 – Unsere Fragen an Robert und Viktoria

Von unseren 10 Lieblingsfragen haben Robert und Viktoria folgende beantwortet:

Was war dein lustigstes, traurigstes, spannendstes, aufregendstes Erlebnis im Stall oder am Feld?
Im September 2009 haben wir eine Kalbin von der Alm geholt. Diese hat sich ohne Schwierigkeiten verladen und heimbringen lassen, ohne uns zu verraten, dass sie schon gekalbt hatte. Ihre doch eher schlanke Figur und das angelaufene Euter hat sie dann überführt und wir haben nach einem Kalb gesucht und eine Totgeburt befürchtet. Die drauffolgenden Tage hat es in Strömen geregnet, wir haben eigentlich fast nicht mehr darauf gehofft, aber eher durch Zufall haben wir dann am 3. Tag ein spritzwildes Kalb gefunden, dass sich die ganze Zeit ohne Mucks im Farndickicht vesteckt hatte. Die Erleichterung war riesengroß, von dem geborgenen Kuhkalb haben wir mit Freude jetzt noch einige Kühe samt Nachzucht im Stall stehen.

Was macht ihr gerne in eurer Freizeit? Wohin würde eure Traumreise gehen?
Sehr gerne mache ich Ausflüge und Wanderungen in der Umgebung – bin in der Freizeit am liebsten in der freien Natur. Zu meinen Traumzielen zählen Südtirol, Schweiz und Österreich. Vielleicht gehe oder besser gesagt fahre ich einmal mit dem Rad auf Tour.

Worauf bist du auf deinem Betrieb besonders stolz?
Dass unser Hof ein Erbhof mit 400 Jahren im Familienbesitz ist. Und das die Betriebsgröße, wie sie jetzt ist, einfach so gut zu uns passt, und genau das ist was wir wollen.

Wofür bist du dankbar?
Für meine Familie und dass wir einen so schönen Platz zum Leben haben.

Was ist dein nächstes Projekt?
Derzeit ist konkret nichts geplant. Die Erneuerung des Stalldachs mit Dachabsaugung für Heubelüftung ist gerade abgeschlossen.

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